Netzwerkinfrastruktur bereit für IoT

Mit IoT (Internet of Things) steigen die Anforderungen an die Netzwerkinfrastruktur. Immer mehr Geräte erfordern eine (WLAN) Verbindung, um ihren vollen Funktionsumfang zu entfalten. Selbst in einer privaten Installation kann der Adressraum eines Class C Netzes knapp werden und das 2G Band wird stark beansprucht.

 

Deshalb habe ich meine Netzwerkinfrastruktur auf den neuesten Stand gebracht und durchgehend mit Ubiquiti Geräten ausgestattet. Die Verwaltung erfolgt über die Unifi Oberfläche, die in einem Docker-Container auf der Diskstation läuft.

Die Netzwerktopologie ist nun hierarchisch strukturiert:

Im Keller steht die Fritzbox, die den Internetzugang herstellt.
Dahinter folgt die Hardware Firewall (fw), an die ein 24-Port Gigabit PoE Switch (unifiPoE24) angeschlossen ist. Dieser verteilt das Gigabit Netzwerk in jedes Zimmer des Hauses. In den Zimmern, in denen mehrere Geräte angeschlossen oder das Netzwerk weitergeleitet werden müssen, steht ein 8 Port PoE Switch.
So versorgt der 8 Port PoE Switch im Keller (unifiPoE8UG) nicht nur die Überwachungskamera am Kellereingang mit Strom und Netzwerkverbindung, sondern verbindet auch den "Wasserbox" genannten Verteilerkasten für die Gartenbewässerung und das Gartenhäuschen mit Gigabit Netzwerk. Der PoE Switch im Gartenhäuschen (unifiPoW8GH) versorgt den Raspberry mit Strom, an dem die Satnogs Satellitenempfangsstation angeschlossen wird. Später wird dort auch der PC für Meteorbeobachtung über Meteor Scatter angeschlossen.
Der Switch im Dachgeschoss (unifiPoE8DG) sorgt auch für die Netzwerkverbindung zur Sternwarte eine weitere Etage höher. Auch in der Sternwarte kommt ein PoE Switch (unifiPoE8SW) zum Einsatz, der die beiden dort installierten Überwachungskameras mit Strom versorgt.

Die WLAN Infrastruktur ist ebenfalls strukturiert: Im Erd-, Ober- und Dachgeschoss sind jeweils ein Unifi AC HD Access Point installiert. Im Erdgeschoss seit Ende 2018 bereits final an der Decke installiert, was den bisherigen Einsatz eines Unifi Mesh APs im Erdgeschoss unnötig machte. Mit der Umsetzung des APs im EG habe ich gelernt, dass eine Installation eines Unifi WLAN Access Points möglichst an der Deck erfolgen sollte - die WLAN Ausleuchtung und Reichweite sind im Vergleich zur Wandinstallation massiv besser und die Verbindung wesentlich stabiler. Roaming zwischen den APs läuft weiterhin absolut schnell und kaum merklich - selbst bei Streaming-Verbindungen in HD (z.B. Webex Konferenzen) bemerkt man einen Wechsel von einem zum anderen AP in der Praxis nicht.