Radio Gaga - oder auch: Meteor Scatter

Vor etwa eineinhalb Jahren hörte ich zum ersten Mal von Radioastronomie für Amateure. Mit einer Yagi-Antenne können Meteoriten beobachtet werden, indem man ihre Radiosignale auffängt. Für Europa ist das Radar von Graves in der Nähe von Lyon in Frankreich eine gute Radarquelle.


Also baute ich eine 2m Yagi-Antenne und kaufte einen SDRplay-Empfänger. Aber während der Sommermonate war ich zu beschäftigt, um daran zu arbeiten, also saßen der Empfänger und die Antenne in meinem Büro und warteten auf eine ungewisse Zukunft.
Im November ging es jedoch wieder einen großen Schritt vorwärts, als ich Silvia traf und sie half mir, die richtigen Einstellungen für die HDSDR-Software zu finden. So konnte ich in der Sternwarte Brittheim die ersten Meteore auf meinem eigenen Bildschirm sehen.
Wieder zu Hause angekommen, konnte ich die Einstellungen mit meiner Antenne auf dem Dach meiner Gartenhütte nachvollziehen. Selbst auf einer vorübergehenden Stange und mit absolut nicht optimaler Position konnte ich Meteor-Echos erkennen.
Mit Hilfe von Ansi wurde die Zählung der Meteoriten mittels eines Docker-Containers automatisiert, der die aufgezeichneten Audiodateien regelmäßig scannt und verarbeitet. Gleichzeitig zeichnet eine Screenshot-Software das Wasserfalldiagramm der aufgezeichneten Frequenzen auf. Auf diese Weise können Meteore visuell erkannt werden: Die kurvenförmigen Echos stellen Flugzeuge dar, während die horizontalen Linien Echos von tatsächlichen Meteoren sind.
Das Bild zeigt den neuesten Wasserfall-Screenshot - können Sie einen Meteor erkennen?