Der große Tag!

Am Tag der Astronomie waren wir natürlich früh im Motionlab.berlin - genauer gesagt, wir waren mal wieder die ersten und fingen gleich an, unseren Bereich herzurichten. Das selbstgebaute Teleskop sollte natürlich der Blickfang auf dem zentralen Podest werden und rundum wollten wir interessante und spannende Aktionspunkte aufbauen.

So schleppten wir Regale, Beamer, Kabel, Stromversorgung, Projektionsflächen und Leinwände durch das Motionlab, doch irgendwie wollte uns unser Aufbau nie so richtig gefallen. Also fing das Optimieren an - der Aufbau wurde immer effizienter und kleiner. Dabei wurde das Platzangebot natürlich gleichzeitig großzügiger und unsere Astro-Ecke immer gemütlicher.

Am Ende des Aufbaus hatten wir nur noch ein kleines Regal, in dem 2 Raspberrys und ein Notebook lagen, dazu drei Beamer und die 2m Yagi-Antenne für Meteor Scatter. An den "Außenwänden" unseres Bereichs waren die Projektionsflächen verteilt, so dass wir virtuell eine 270° Leinwand hatten, auf die Meteor Daten, das Space Dashboard, die Stellarium-Animation des abendlichen Beobachtungsprogramms und unsere Präsentation zum Teleskopbau gezeigt werden konnten. Hier ein kurzes Video auf Youtube.


Am Eingang zu unserem Bereich stand das Teleskop auf einem einzelnen Tisch und über allem schwebte der Portalkran, an den wir ein NASA Flight Jacket gehängt hatten. Wir fanden unser Setup durchaus gelungen - auch den Kollegen vom MotionLab hat es gefallen.

Und um 16:00 Uhr kamen auch gleich die ersten Besucher. So lange es noch hell war, zeigten wir sowohl unsere astronomischen Stationen als auch das Motionlab und seine Ausstattung. Als es dunkel wurde gingen wir vor die Türe und beobachteten den Mond und den Orionnebel. Leider waren weitere Deep Sky Objekte von unserem Standort nicht erreichbar aber auch so war die Beobachtung mit unserem 3d-gedruckten Teleskop für alle beeindruckend.

Unsere Führungen liefen noch bis spät am Abend und als sich unsere letzten Besucher verabschiedet hatten, bauten wir unser Setup wieder ab und räumten das Motionlab auf.

Der Besucherstrom war insgesamt größer als erwartet und so können wir rückblickend sagen: Die viele Arbeit in unserer Freizeit hat sich absolut gelohnt und wir können stolz auf unser Ergebnis sein! Es ist also tatsächlich möglich, ein voll funktionsfähiges Dobson Teleskop aus Quellen von Thingiverse mit dem 3D-Drucker zu bauen.