Artikel in Sterne und Weltraum 5 / 2016

An dieser Stelle möchte ich den Lesern der Zeitschrift Sterne und Weltraum weitere Informationen zur Verfügung stellen, die über den Inhalt meines Artikels hinausgehen.

Es gibt noch ein bisschen Material, das in der Zeitschrift nicht abgedruckt werden konnte:

Über Feedback und Anregungen freue ich mich jederzeit in meinem Gästebuch.

Nachfolgend einige Hintergrundinformationen:

Durchaus mit etwas Stolz freue ich mich, dass ich einen Artikel in der SuW, Ausgabe 5 / 2016, veröffentlichen konnte. Obwohl ich schon früher zu anderen Themen Artikel verfasst und Bücher veröffentlicht habe, ist dies bisher die auflagenstärkste Veröffentlichung. Vor ein paar Jahren wäre es für mich noch undenkbar gewesen, auch zu einem astronomischen Thema etwas zu schreiben.

Der Artikel befasst sich weniger mit einer astronomischen Beobachtung, sondern mit dem Bau meiner Dachsternwarte. Ich selbst hatte vor der Planung und dem Bau eigentlich gar keine Informationen im Internet finden können, wie man am besten ein solch spezielles Projekt angeht. Nur durch mühsam aufgebaute Kontakte habe ich beispielhafte Dachsternwarten ausfindig und einige davon auch besichtigen können. Das Spektrum reichte von einer fast professionellen privaten Sternwarte mit 3,5m Kuppel und 10micron GM4000 Montierung, über eine über 20 Jahre alten 2,5m Kuppel bis hin zu einer inzwischen nicht mehr in Benutzung befindlichen 2m Kuppel, die nur noch auf dem Hausdach steht, damit es nicht hineinregnet.

Aber zu jeder Kuppel durfte ich auch eine sehr individuelle Geschichte erfahren und viele verschieden Lösungen kennenlernen, wie die Entkopplung vom Haus, die Isolierung oder die Verankerung der Säule / Montierung umgesetzt wurden. Dabei bin ich vom äußersten Süden der Bundesrepublik bis ins Umland von Hannover gefahren, ein Besuch in der Schweiz war ebenfalls angedacht, fiel schließlich jedoch durch Zeitmangel aus.

Da ich mir vorstellen konnte, dass auch andere Hobbyastronomen Interesse am Bau einer Dachsternwarte haben, reifte in mir der Gedanke, meine gesammelten Erfahrungen aus den Besichtigungen und aus der eigenen Umsetzung durch einen Zeitschriftenartikel mit anderen zu teilen und somit die Suche nach Informationen in Zukunft leichter zu machen. Den Anfang bildete ein kurzer Artikel im VdS-Journal Nr. 55, in dem ich etwas ausführlicher auf die Planung und vor allem den Bauantrag bis zu seiner Genehmigung einging. Zum damaligen Zeitpunkt konnte ich auch noch gar nicht von der Realisierung berichten, da diese noch gar nicht begonnen hatte.

Weiter ging es im Herbst 2015 mit einem Vortrag auf dem Stuttgarter CCD Workshop der Sternwarte Stuttgart. Dort habe ich in einer Stunde und mit vielen Bildern den gesamten Prozess von der Recherche bis zur Beobachtung in der eigenen Sternwarte geschildert. Highlight war für viele Teilnehmer meine Live Vorführung, wie ich von unterwegs aus Zugriff auf mein Heimnetzwerk aufbauen und dort dann meine komplette Sternwarte fernsteuern konnte.

Den Höhepunkt bildet der aktuelle Artikel in der SuW, der das Projekt von Anfang bis Ende beschreibt. Als ich zu diesem Thema die SuW Redaktion auf dem ATT 2015 in Essen ansprach, erhielt ich sofort positives Signal, dass Interesse daran besteht. So war schnell entschieden, dass ich den Artikel schreiben würde, zusammen mit einem ersten Fazit seit dem Einsatz der Dachsternwarte.

Doch auch seit diesem Artikel ging es in der Zwischenzeit weiter und ich habe schon wieder neue Ideen, die sich derzeit in Umsetzung befinden. In der Kurzbeschreibung zu meiner Person steht, dass ich vor allem Astrofotografie mit DSLR betreibe. Ich habe jedoch bemerkt, dass es mir noch viel mehr Spaß macht, mit anderen interessierten Personen gemeinsam zu beobachten und dazu meine Sternwarte zur Verfügung zu stellen. So biete ich inzwischen Führungen für kleine Gruppen an. Besonders erfreut es mich immer wieder, wenn Grundschulkinder zu Besuch sind und ich ihre Begeisterung für die Sterne, die Wissenschaft und Technik wecken oder fördern kann. Auch meine achtjährige Tochter ist fasziniert und benennt inzwischen die Astronomie als ihr Hobby - sie hört auch sehr gerne die Hörbücher von Prof. Harald Lesch:

  • Erzähl mir was vom Himmel und der Erde
  • Philosophie ist wie Kitzeln im Kopf

Der Wunsch, die Faszination junger Grundschulkinder für die Astronomie zu fördern, hat mich dazu bewogen, ein Crowdfunding Projekt auf Startnext zu starten. Hier gibt es weitere Infos, über Fans und noch besser Unterstützer freue ich mich sehr!

 P1010345